
Je höher die Sturzkante, desto weiter dringt das Licht. Niedrige Brüstungen ermöglichen Sitzaussicht und verringern Kontrastsprünge zwischen Innenraum und Horizont. In Kombination entsteht eine gleichmäßige Leuchtdichteverteilung, die Augen entspannt. Planen Sie bewusst: Aufenthaltsräume profitieren von hohen Sturzen, während intime Zonen mit differenzierter Höhe Privatsphäre und trotzdem Tageslicht erhalten.

Ein ausgewogener Verhältniswert zwischen Fensterfläche und Grundfläche ist entscheidend. Zu klein wirkt düster, zu groß verursacht Überhitzung und Blendung. Vertikale Formate bringen Licht tiefer, horizontale verbreitern den Ausblick. Kombiniert mit seitlicher Staffelung entstehen Lichtinseln und angenehme Gradienten. So wird jeder Quadratmeter visuell wirksam, ohne nach künstlicher Kompensation zu verlangen.

Eckfenster erweitern den Himmelsausschnitt, Erker lenken Licht, und Innenfenster verleihen tieferen Zonen borrowed light. Solche räumlichen Kniffe erzeugen Zirkulation von Helligkeit, verbessern Orientierung und steigern das Raumerlebnis. Planen Sie Blickbeziehungen bewusst, damit Licht nicht an der Fassade endet, sondern Wege findet, die Nutzung bereichern und alltägliche Tätigkeiten angenehm begleiten.
Außenliegende Systeme stoppen Wärme, bevor sie das Glas passiert. Überstände beschatten Sommerhöhen, lassen Wintersonne herein. Raffstores steuern Helligkeit fein, Screens erhalten Transparenz. Planen Sie windfeste Ausführungen, robuste Bedienung und sinnvolle Automatik. Dadurch bleibt die Lichtqualität stabil, während Kühlbedarf sinkt und Aufenthaltsräume tagsüber länger ohne künstliche Beleuchtung auskommen.
Elektrochrome Verglasung dunkelt stufenlos, ohne Vorhänge zu schließen. Prismatische Strukturen lenken Licht tief in den Raum und reduzieren Blendung. Zusammen verwandeln sie kritische Orientierungen in angenehm nutzbare Zonen. Prüfen Sie Reaktionszeiten, Farbwiedergabe und Wartung. Richtig gewählt, entsteht ein System, das sich nahezu unsichtbar an wechselnde Himmelssituationen anpasst und Komfort kontinuierlich sichert.
Guter Sichtkomfort bedeutet nicht Dunkelheit, sondern kontrollierte Leuchtdichten. Positionieren Sie Schreibtische seitlich zum Fenster, nutzen Sie helle Decken, mikroprismatische Leuchten für den Abend und variable Verschattung. So bleiben Gesichter gut erkennbar, Monitore kontrastreich, und die biologische Wirkung von Tageslicht unterstützt Konzentration, Pausenrhythmus und langfristige Gesundheit am Arbeitsplatz.
All Rights Reserved.